Berggorillas im Grünen in der D.R. Kongo

Wasserkraft Virunga, D.R. Kongo

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Wasserkraft, die Beständigkeit schafft

Die Gewässer des Virunga Nationalparks sind Lebens- und Energiequelle zugleich. Flüsse und Bäche versorgen einzigartige Pflanzen und Tiere, wie die weltweit letzten Berggorillas in freier Wildbahn. Afrikas ältester Nationalpark an der östlichen Grenze der Demokratischen Republik Kongo hat die größte Artenvielfalt des gesamten Kontinents.

Die Strömungen des Rutshuru Flusses werden genutzt, um durch das kleine Matebe Laufwasserkraftwerk nachhaltige Energie zu gewinnen. Mit einer Leistung von 13 Megawatt erzeugt die Anlage saubere Elektrizität für Haushalte und Kleinunternehmen. Etwa vier Millionen Einwohner erhalten dadurch zum ersten Mal Zugang zu Elektrizität. Die Straßenbeleuchtung sorgt für mehr Sicherheit nach Anbruch der Dunkelheit und neue Betriebe schaffen Arbeitsplätze. Die Menschen haben eine Alternative zu bislang teuer erworbenem Kerosin sowie zum Handel mit Holzkohle. Zusätzlich schützt das die Wälder des Nationalparks. Mit verantwortungsvoller wirtschaftlicher Entwicklung leistet unser Projekt einen Beitrag für mehr Stabilität und Frieden in der Region.

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Wie funktioniert Klimaschutz mit Wasserkraft?

Da Energie aus Wasser ohne fossile Brennstoffe erzeugt wird, gilt sie als emissionsfrei. Der Ausbau erneuerbarer Energieerzeugung ist essenziell, um die globale Erwärmung aufzuhalten und langfristig die Energieversorgung zu sichern. Die Menge der eingesparten Emissionen in einem Wasserkraftprojekt wird anhand der so genannten Baseline-Methode berechnet: Wie viel CO2würde die gleiche Menge Energie mit dem üblichen Strommix der Region verursachen?

Allgemeine Informationen

Das Prinzip der Klimaneutralität

Klimaneutral sind Unternehmen, Prozesse und Produkte, deren CO2-Emissionen berechnet und durch Unterstützung international anerkannter Klimaschutzprojekte ausgeglichen wurden. Der Ausgleich von CO2-Emissionen ist neben Vermeidung und Reduktion ein weiterer wichtiger Schritt im ganzheitlichen Klimaschutz. Treibhausgase wie CO2 verteilen sich gleichmäßig in der Atmosphäre, die Treibhausgaskonzentration ist somit überall auf der Erde in etwa gleich. Deshalb ist es für die globale Treibhausgaskonzentration und den Treibhauseffekt unerheblich, an welchem Ort auf der Erde Emissionen verursacht oder vermieden werden. Emissionen, die lokal nicht vermieden werden können, können deshalb durch Klimaschutzprojekte an einem anderen Ort ausgeglichen werden.

Was ist ein Klimaschutzprojekt?

Klimaschutzprojekte sparen nachweislich Treibhausgase ein
und leisten einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung der globalen Erwärmung. Zusätzlich fördern sie eine nachhaltige Entwicklung in den Projektländern, zum Beispiel durch die Verbesserung der Versorgung mit sauberem Trinkwasser, den Ausbau der lokalen Infrastruktur, die Schaffung von Arbeitsplätzen oder den Schutz der Biodiversität.

Einen weltweit anerkannten Maßstab, um diese positiven Effekte zu messen, bieten die Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen. Diese 17 Ziele umfassen etwa die Bekämpfung von Armut und Hunger, die Förderung von Bildung oder die weltweite Verbreitung sauberer und erschwinglicher Energie. Jedes Klimaschutzprojekt aus dem ClimatePartner-Portfolio trägt zu mehreren dieser Ziele bei. Um diesen Effekt sichtbar zu machen, weist ClimatePartner den Beitrag einzelner Projekte zu den verschiedenen SDGs bei jedem Projekt aus. Dadurch können Sie nachvollziehen, welche weiteren Ziele die Projekte neben dem Klimaschutz unterstützen. Bei manchen Projekten ist der Zusatzbeitrag so groß, dass es sich im Kern eigentlich um Entwicklungsprojekte mit Klimaschutzwirkung handelt – und nicht umgekehrt.